Die Vereinschronik des ASV Ludwigshafen 1
 

Vereinsgründung:

 


Am 07. November 1892 wurde der Athleten-Club LU-Nord in der Gaststätte "Sportsheim" in der Steinstraße 11 (heute Ganderhofstraße) gegründet. Bis 1920 befand sich dort auch das Trainingslokal.

Die Gründungsmitglieder waren Peter Langknecht, Georg Stuhlfauth, Georg Menges, Josef Mohra, Wilhelm Schott, wobei Peter Langknecht als 1. Vorsitzender und Georg Stuhlfauth als 2. Vorsitzender den Verein bis 1918 führten.

Zu den bekannteren Ringern dieser Zeit zählten Martin Thomas, Ludwig Sauerhöfer, Albert Andermatt, Matthias Frühbis, Adolf Hauck, Matthias Kochenburger, Johannes Axt, Karl Groß und Gustav Deckert.
Karl Groß
und Ludwig Sauerhöfer nahmen bei den
Olympischen Spielen 1912 in Stockholm teil.
Sportfreund Ludwig Sauerhöfer musste leider im
1. Weltkrieg (1914) sein Leben lassen.
Der Athleten Club stellte nicht nur eine erfolgreiche Ringerstaffel sondern auch eine Gewichthebermannschaft.

Austragungsort der Veranstaltungen im Ringen und Gewichtheben war das Lokal "Hosp" in der Hemshofstraße 46 (heute Bürgersaal Nord).

  Nach dem 1. Weltkrieg
 
Nach dem Weltkrieg 1914-18 schloss sich der Kraft-Sport und Artisten-Club Lu dem Athleten Club an. Am 19.01.1919 vereinigten sich diese beiden Vereine und führten ab sofort den Namen Athletik-Vereinigung 1892 LU – Nord, der dann dem Arbeiter-Athletenbund Deutschland angehörte. 1920 schloss sich dann noch der Freie Athleten-Club - Deutsche Eiche an.
 
Dieser Zusammenschluss brachte dem Verein einen größeren Halt, der sich in sportlicher Hinsicht sehr positiv auswirkte. Diese Vereinigung errang eine Vielzahl von Bundesmeisterschaften in den Sportarten Ringen, Gewichtheben, Tauziehen, Leichtathletik,
Boxen, Faustball und Einarmig-Reißen.
 
Neben der Ringerabteilung gab es auch eine Musterriegen-,
Artisten-, Jugend/Schüler-, sowie einer Frauen-Abteilung und
zudem einen Fanfarenzug.


(im Bild die Jugend/Schüler-Artistenabteilung)

Jedes Jahr wurde eine gemischte Sportveranstaltung auf die Beine gestellt, in der die Sportarten Ringen, Gewichtheben, Boxen und Artistik präsentiert wurden. Die Veranstaltung fand im damaligen Gesellschaftshaus in der Bismarkstrasse statt und fand bei der  Ludwigshafener Bevölkerung immer guten Anklang denn sie war immer Ausverkauft.

Auch dieser Verein brachte sehr gute Sportler hervor wie z.B. Ludwig Schedler. Er war Bundesmeister im Ringen (Schwergewicht), Bundesmeister im Boxen (Schwergewicht), 2.Olympiasieger im Boxen und 3. Olympiasieger im Ringen, sowie Hans Schedler, der 1.Sieger 1925 in Halle und 3. der Arbeiter-Olympiade wurde.


Ludwig Schedler         Hans Schedler
 
  Vereinseigenes Sportheim
 
Der vereinsinterne Höhepunkt dieser Zeit war 1927 der Bau der vereinseigenen Athletenhalle in der Deutschen Strasse 1b, die mehr als 1000 Personen Platz bot. In unermüdlicher Arbeit wurde hier eine Anlage erschaffen, die Seinesgleichen suchte.


Arbeitsgruppe beim Aufbau des Sportheims
Von Links: Josef Kurfeß, Karl Adolph, Karl Hab, Adam Altendorf, ein freiwilliger Helfer, dahinter stehend: Ludwig Schedler, Fritz Koch,
Karl Eil, Ludwig Hill, Heinrich Sauerhöfer, vorne Links: Wilhelm Schmidt, Karl Kraner, Paul Braun jun., Clemens Grün,
Paul Braun sen.


Sportheim nach der Einweihung - Erbaut 1927/28
 
  Mannschaft von 1932
 
Aufzeichnungen zufolge bestand die Mannschaft, die 1932 Gaumeister wurde aus folgenden Ringern: Kurt Gnirs, Adolf Hofmann, Karl Ludwig, Artur Fischer, Robert Pütz, Michael Abel, Heinrich Rauscher.

Ebenfalls im Jahre 1932 fand dann der letzte Mannschaftskampf unserer Ringerstaffel statt. Sie errang die westdeutsche Meisterschaft und bestand aus folgenden Ringern: Kurt Gnirs, Adolf Hoffmann, Heinrich Hoffmann, Konrad Neser, Artur Fischer, Robert Pütz, Michael Abel und Hans Spörle.


 
   1933
  Im Jahre 1933 standen fast ausnahmslos alle Ringer
auch in der Gewichtheberstaffel, die sich wie folgt
zusammen setzte:
Hans Schmitt, Heinrich Langknecht, Hans Schulz, Tom Ludwicki, Karl Burkhardt, Hermann Merz,
Hans Schwab, und Hans Schick.
Es kam manchmal vor das die Mannschaft der Heber
nur aus der Ringermannschaft aufgestellt wurde,
die diesen Sport als Ausgleich ausübten. Das
waren:
Impertro, Babelotzki, Kreimes, August und Karl Weyland, Gehring und Adolf David.
Zweimal wurde in den 30-er Jahren die Gaumeisterschaft
errungen.

Zudem war eine Boxstaffel aktiv.
Die Boxstaffel schaffte manche Meisterschaft mit den Namen:
Jakob Emmerich, Eugen Biffar, Alfons König, Ernst
Tavernier, Gebr. Bayerbach, Franz Schuchmann,
Heinrich Profo, Otto Gerngroß, Karl Teilmann, Alois
Schedler, Hans Wörner, Oskar Dörtinger, Eugen Ohler
und  Ludwig Schedler.



 
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